18. April 2013    /    Konzerte, Musik    /    Tags: , , , , , , , ,

Konzertbericht: OneRepublic am 11.04.2013 in der Rockhal

Ab und an verschlägt es mich mal in die glitzerbunte Welt der Popmusik. So auch letzte Woche wieder. Ich hatte dem Liebsten zu Weihnachten Tickets für OneRepublic geschenkt und begleitete ihn zum Konzert in der Luxemburger Rockhal. Nun gehören OneRepublic glücklicherweise zu den Bands, die auch für meine zarten Metallerohren erträglich sind. Die machen nette Musik, die niemandem wehtut.

Wir kamen fast rechtzeitig zum Vorprogramm in der Rockhal an. Als Support stand ein Bub mit Klampfe auf der Bühne: Josh Kumra. Kannte ich nicht, war auch weitgehend unspektakulär. Er spielte ein herzig-balladeskes Programm, das laut Jubel-O-Meter vor allem beim weiblichen Publikum großen Anklang fand. Mir war’s zu schnulzig, zu nullachtfünfzehnig; nichts, was mich vom Hocker reißen könnte. Objektiv muss ich Josh Kumra aber einen ordentlichen Job bescheinigen. Der Zielgruppe hat’s gefallen und er hat sicher ein paar neue Fans gewonnen.

Nach einer Umbaupause, die gefühlt mehrere Äonen dauerte, übernahmen dann OneRepublic die Bühne. Ich werde hier keine Einzeltitelkritik abliefern, da ich das Gros der Songs nicht kannte, aber ich war mit der Gesamtsituation zufrieden 🙂

Die Jungs sind allesamt Profis und wissen, wie man eine kurzweilige Show auf die Bühne stellt. Das Programm war eine gute Mischung aus neuen Songs vom frischgepressten Album „Native“ und großen Hits wie „Apologize“ (unplugged) und „Stop and Stare“.

Ryan Tedder wirbelte über die Bühne und gab alles. Er ist der unangefochtene Frontmann. Seine Bandkollegen machten ihren Job dagegen eher unauffällig. Ein wenig mehr Interaktion würde den Spaßfaktor erhöhen. Erstaunt hat mich, wie gut Tedder live singt. Er hat wirklich einen großen Tonumfang. Nur einmal geriet er leicht außer Atem, was aber in Hinblick auf seinen leidenschaftlichen Bühneneinsatz zu entschuldigen ist.

Die Bühnenoptik war nicht überwältigend, aber auch nicht störend. Als Kulisse dienten in grafischen Mustern angeordnete Scheinwerfer und Videoprojektionen. Nett anzuschauen waren das Klavier, das wie ein Stimmungslicht in wechselnden Farben leuchtete und der obligatorische Flitter-Flatter-Papierschnipselregen am Ende der Show.

Das Konzert dauerte gut eineinhalb Stunden. Das altersmäßig buntgemischte Publikum war gut drauf und der pubertäre Nerv-Faktor gering 🙂 Das Drumherum (Parksituation, Einlass, Garderobe, Verpflegung) lief wie immer reibungslos. Ich kann bisher wirklich nur Positives über Rockhal-Konzerte sagen. Die Location ist einfach um Klassen besser als alles, was wir im Saarland haben. Falls euch die Fahrt nach Luxemburg bisher abgeschreckt hat, kann ich euch nur empfehlen, das Experiment zu wagen 🙂 Ihr werdet es nicht bereuen.

OneRepublic Rockhal 11.04.2013

Setlist

Don’t Look Down
Light It Up
Secrets
All the Right Moves
What You Wanted
Stop and Stare
Counting Stars
Apologize

Unplugged:
All Fall Down
Come Home
Preacher

Gold Digger
Good Life
Can’t Stop
Life in Color
Marchin On

Zugabe:
Feel Again
Seven Nation Army (The White Stripes cover)
If I Lose Myself

Eine Antwort zu “Konzertbericht: OneRepublic am 11.04.2013 in der Rockhal”

  1. […] &raquo Konzertbericht: OneRepublic am 11.04.2013 in der Rockhal […]

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