Post von Frau Wagner

Lieber Franz Josef Wagner,

es ist mit peinlich, Sie wegen Ihrer Kolumne anzusprechen, denn eigentlich gehöre ich nicht zu Ihrer Lesergemeinde. Aber da ich nun mal auf Twitter über Ihren Brief an Frau Schavan gestolpert bin, komme ich nicht umhin, Ihnen ein paar Zeilen zu schreiben.

An dieser Stelle sollte ich vielleicht etwas über Ihre Frisur sagen. Aus Gründen, Sie wissen schon. Mach ich aber nicht. Ich glaube nämlich nicht, dass Ihre Kompetenz als Kolumnist in irgendeiner erwähnenswerten Relation zu ihrer Haarpracht – die übrigens vor etwa 30 Jahren sehr gerne von Fußballspielern getragen wurde – steht. Und da Sie keine Frau sind, braucht man solchen Äußerlichkeiten sowieso keine Aufmerksamkeit zu widmen.

Ich glaube nicht, dass Sie ein schlechter Journalist Mensch sind.

Manchmal läuft’s eben einfach nicht so rund – und plötzlich sind’s nur noch zehn Minuten bis zum Redaktionsschluss. Dann kommt am Ende schon mal ein zu kurz gereifter Ziegenkäse heraus.

Nun weiß ich nicht, ob Ziegenkäse ein brauchbarer Ersatz für intelligente Kolumnen ist, aber ich bin sicher, irgendwo läuft dazu bereits eine wissenschaftliche Studie. Und vielleicht schreibt sogar ein armer, einsamer, liebesbedürftiger Student eine Doktorarbeit darüber.

Herzlichst,
E. Wagner

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