Liebe Leser, ich bin zurück. Zwei Wochen lang war ich mit dem Gemahl auf “Schlandsafari”. Mit dem ICE reisten wir von Stadt zu Stadt, besuchten die deutschen Metropolen.
Unsere erste Etappe führte uns in den hohen Norden: nach Hamburg.
Unser Hotel war ein echter Glücksgriff. Das Madison liegt zentral zwischen Hafen und Michel, alles ist bequem zu Fuß oder per Hochbahn (die in Hamburg mit “U” beschildert ist – versteh mal einer die Elbmetropolisten) zu erreichen. Die Station “Baumwall” ist nur wenige Gehminuten vom Hotel entfernt. Das Personal war stets sehr freundlich, das Studiozimmer (inklusive Küchenzeile) groß, modern und sehr sauber. Einziges Manko: Das Frühstück war nicht im Preis inbegriffen.
Hamburg selbst war sehr gemütlich, erholsam und stressfrei. Es war wenig los, vielleicht noch aufgrund der EHEC-Epidemie. Wir haben gemütlich mit Freunden Cocktails getrunken, sind am Hafen entlangspaziert und über die Reeperbahn flaniert
Ein überraschendes kulinarisches Highlight erwartete uns in der Meatery. Das stylische Steakrestaurant in der Nähe der Oper stillt die “Fleischeslust” mit Steaks bester Qualität
Ich habe dort auch zum ersten Mal Tartar probiert – ein Traum! Und auch die Wein- und Cocktailkarte kann sich sehen lassen. Billig ist es nicht – nennt sich selbst “High End Steakhouse” – aber die Qualität rechtfertigt die Preise absolut. Mein (butterzartes) Filet Mignon hat 22 Euro gekostet, es gibt für ganz Hungrige aber auch ein 700-Gramm-T-Bone-Steak für 58 Euro
Mein Tipp: Wem der Meatery-Schmaus ein zu großes Loch in den Geldbeutel gerissen hat, der kann das am nächsten Tag mit einer leckeren Kiez-Currywurst für 2,50 Euro ausgleichen
Einen tollen Hafenblick kann man abends auf dem Deck des Feuerschiffs genießen, das vor dem Verlagshaus Gruner & Jahr vor Anker liegt (hier starten übrigens auch die Hafenrundfahrten). Allerdings war der Service das Schlechteste, was ich seit langem erlebt habe. Total konfus und verpeilt, ohne System. Die Mädels waren mal hinter der Theke, mal unter und mal auf Deck im Einsatz, wir warteten ewig auf unsere Bestellungen. Am besten trinkt ihr vorher schon woanders was und bestellt auf dem Feuerschiff nur noch ein Bierchen als Ergänzung zum Hafenblick
Allzu viele spektakuläre Sehenswürdigkeiten hat Hamburg nicht zu bieten, aber aufgrund ihres Flairs ist die Stadt auf jeden Fall eine Reise wert! Eine Barkassenrundfahrt durch den Hafen sollte man auf jeden Fall machen, natürlich ist auch der Michel Pflicht, ebenso die Binnenalster und die Reeperbahn (wobei die zumindest mitten in der Woche relativ ruhig war). Auch das Miniaturwunderland ist sehenswert. In liebevoller Kleinstarbeit wurde hier die größte Modelleisenbahn der Welt samt beeindruckender Kulissen aufgebaut. Vor allem der Flughafen ist toll gemacht! Sparen kann man sich dagegen das Panoptikum. Das Wachsfigurenkabinett ist winzig und die Gestalten weisen kaum Ähnlichkeit mit ihren Vorbildern auf. Für Musicalfans gibt´s den “König der Löwen” – eine sehr schöne Inszenierung des Disneyklassikers.
Übrigens: Auch wenn es die ein oder andere Verspätung gab, so war die Reise auf den Schienen doch sehr entspannt und verlief im Großen und Ganzen reibungslos. Ich würde den ICE jederzeit wieder der Odyssee auf deutschen Autobahnen vorziehen.






