Wie sieht die Welt morgen aus?

„Es gibt Abende, da gehst Du zu Bett und hoffst, dass es die Welt morgen so noch gibt.“ Dieser Tweet von @Sneetwittchen drückt die Stimmung heute Abend ganz gut aus.

In Japan hat das verheerende Erdbeben eine Kettenreaktion von Katastrophen ausgelöst – vom Tsunami über Großbrände, von einstürzenden Gebäuden über aufreißende Abgründe – bis hin zum größten Horrorszenario seit die Menschheit Atomkraft nutzt.Kernschmelze. GAU.

Wie sieht dieser Teil der Welt morgen aus? Dieser Teil einer Welt, die in den letzten Jahren immer näher zusammengerückt ist, dank Internet, Smartphones, Social Media und all den großen und kleinen technischen Innovationen, die physische Grenzen einfach verschwinden lassen? Da sitzen wir in Deutschland vor unseren Rechnern oder mobilen Geräten und verfolgen minutiös Revolutionen, Skandale und Naturkatastrophen. Wir suchen objektive Informationen genauso wie subjektive Meinungen und Augenzeugenberichte. Twitter, Facebook, Liveticker, Streams, öffentlich-rechtliche Websites und Blogs beamen uns mitten hinein in Ereignisse, die tausende von Kilometern entfernt stattfinden. Zumindest emotional tauchen wir ein in diese weit entfernten Geschichten, fiebern mit, leiden mit, helfen mit oder verfolgen einfach fassungslos das Geschehen.

Ist die Welt durch das Internet und die Vernetzung besser geworden? Wahrscheinlich (noch?) nicht. Aber vielleicht lehrt dieses virtuelle Zusammenrücken uns wieder mehr Mitgefühl und ermutigt uns, unsere Welt besser zu verstehen.

Für die Betroffenen in Japan wird diese Welt morgen nicht mehr die selbe sein. Wer die Bilder von der Katastrophe gesehen hat, denkt unwillkürlich an das Wort „Apokalypse“. Ich hoffe aber von ganzem Herzen, dass der 12.03.2011 nicht zum Synonym für eine nukleare Katastrophe wird.

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